Gewaltfreie Kommunikation
Im Kinderhaus Lummerland ist die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg fester Bestandteil unserer pädagogischen Haltung. Gemeinsam mit Manuel Baum (www.manuel-baum.de),Trainer und Begleiter unseres Teams, entwickeln wir unsere Kommunikationskultur und Haltung stetig weiter.
Uns ist wichtig, die Bedürfnisse und Gefühle der Kinder wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben. Es geht nicht um das sofortige Erfüllen – Bedürfnisse wollen in erster Linie gesehen und gehört werden. So können wir die Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit stärken. Dabei geht es um Augenhöhe, Verbindung, Vertrauen und gegenseitigen Respekt, zwischen Kindern, Pädagogen und Eltern.
In einem Klima von Empathie, Sicherheit und Wertschätzung können Kinder lernen, wachsen und ihre sozialen Fähigkeiten entfalten.
Marshall Rosenberg hat einmal gesagt: „Deine Präsenz ist das wertvollste Geschenk, das du einem anderen Menschen geben kannst.“
Weitere Informationen sind in unserer Konzeption und unter Artikel zu finden.
Montessori-Pädagogik
Was ist Montessori-Pädagogik?
Maria Montessori entwickelte ihre Theorien und Methoden unmittelbar aus der Beobachtung kindlichen Verhaltens. Sie berücksichtigte konsequent die Bedürfnisse des Kindes und entwickelte ein umfangreiches, darauf abgestimmtes Arbeitsmaterial.
Sie stellte die These auf, dass schon das kleine Kind selbst der „Erbauer seiner Persönlichkeit“ sei.
Die Rolle der „Erziehenden“ ändert sich somit grundlegend.
Sie werden zu HelferInnen, die das Kind in seiner Persönlichkeit achten, es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen; sie helfen dem Kind, selbständig zu denken und zu handeln und seinen Willen zu entwickeln, indem sie dem Kind Raum für freie Entscheidungen geben – nach dem Motto:
„Hilf mir, es selbst zu tun!“
| Montessori-Pädagogik in unserem Kinderhaus |
Die Montessori-Pädagogik ist ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Ihre Grundlage liegt in der genauen Beobachtung kindlichen Verhaltens und dem Vertrauen in die Selbsttätigkeit des Kindes. Maria Montessori formulierte dies prägnant mit dem Leitsatz:
„Hilf mir, es selbst zu tun.“
Wir orientieren uns an diesem Verständnis vom Kind als eigenständige, kompetente Persönlichkeit, die ihren Entwicklungsweg aktiv gestaltet. Wir Pädagogen werden in diesem Ansatz zu unterstützenden Begleitern. Wir schaffen eine Atmosphäre, in der Kinder in ihrem eigenen Tempo forschen, ausprobieren und lernen können.
In unserem Kinderhaus verfügen derzeit vier Pädagoginnen über das Montessori-Diplom. Dieses Wissen fließt in den Alltag aller Gruppen ein – durch kollegiale Beratung, gemeinsame Reflexion und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer vorbereiteten Umgebung. So profitieren nicht nur die Kinder, sondern das gesamte Team von diesem pädagogischen Schwerpunkt.
Den Kindern stehen vielfältige Montessori-Materialien zur Verfügung, die sie eigenständig oder auf Wunsch mit Unterstützung nutzen können. Die Materialien fördern Wahrnehmung, Sprache, Mathematik, Übungen des täglichen Lebens und ermöglichen konzentriertes, selbstgesteuertes Lernen. Entscheidend ist dabei die innere Motivation des Kindes: Es wählt aus Interesse, probiert aus, wiederholt und vertieft. Auf diese Weise entsteht nachhaltiges Lernen.
Unsere vorbereitete Umgebung ist so gestaltet, dass Kinder ihren Lernraum übersichtlich, selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen können. Die Umgebung ist an den Bedürfnissen der Kinder orientiert und lädt zu eigenständigem Handeln ein.
Montessoris pädagogisches Erbe bereichert unseren Alltag – durch Haltung, durch Materialien und durch das gemeinsame Bewusstsein, jedes Kind in seinem eigenen Wachstum zu unterstützen.
TURNEN mit Hengstenberg – Geräten
Bewegung in eigener Verantwortung
Die Bewegungsarbeit nach Elfriede Hengstenberg (1892–1992) ist ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Alltags im Kinderhaus Lummerland. Hengstenberg, ursprünglich Gymnastiklehrerin in Berlin, beschäftigte sich mit der Frage, wie eine natürliche Umgebung gestaltet sein muss, damit Kinder ihr Gleichgewicht, ihre Körperwahrnehmung und ihre innere Sicherheit wiederfinden und entwickeln können.
Sie entwickelte einfache, klare Geräte, die im engen Bezug zur Lebenswirklichkeit stehen und Kindern echte, natürliche Herausforderungen bieten.

Durch die abwechslungsreichen Bewegungsangebote gewinnen Kinder:
- Vertrauen in die eigene Geschicklichkeit
- Kreativität in der Bewegungsmöglichkeit
- Ernsthaftigkeit und Konzentration
- die Fähigkeit, Schwierigkeitsgrade selbst einzuschätzen
- die Erfahrung, dass Fehler hilfreich sind
- Sicherheit durch ruhiges, gelassenes Vorgehen
- Körperwahrnehmung und Selbstwirksamkeit
Die Kinder bewegen sich barfuß, ertasten unterschiedliche Oberflächen und lernen, ihren Körper präzise wahrzunehmen.
Während der Bewegungsarbeit stellen sich Fragen wie:
Wie verhalte ich mich, wenn es wackelig wird? Wie falle ich? Wie gehe ich zurück, wenn mir etwas zu viel ist?
Diese Erfahrungen stärken Selbstvertrauen, Umsicht und die Fähigkeit, eigene Grenzen realistisch einzuschätzen.
Für den späteren schulischen Alltag benötigen Kinder körperliche und psychische Voraussetzungen, die stark mit ihrer Körperwahrnehmung verknüpft sind. Die Hengstenberg-Arbeit trägt hierzu wesentlich bei.
So sammeln bei uns Kleinkinder, Kindergartenkinder und Hortkinder vielfältige motorische Erfahrungen.
Warum Hengstenberg im Kinderhaus Lummerland?
- Die Materialien laden zu eigenständigem Tun ein.
- Kinder bestimmen ihr Tempo selbst und wählen Herausforderungen, die zu ihnen passen.
- Wir Pädagogen begleiten aufmerksam, geben Sicherheit, greifen aber nicht ein, wenn ein Kind selbst eine Lösung findet.
So entsteht eine Umgebung, in der Bewegung nicht angeleitet, sondern selbstbestimmt ist – ein zentraler Gedanke in unserem pädagogischen Gesamtkonzept. Durch die großzügigen finanziellen Unterstützungen vom Förderkreis über die letzten Jahre, konnten wir uns einen großen und vielfältigen Fundus anlegen.
Unser erworbenes Wissen geben wir im Team stetig weiter. So bereichern wir uns gegenseitig und die Kinder profitieren, indem sie ein sicheres Körpergefühl entwickeln, ihr Gleichgewicht stärken, echte Herausforderungen bewältigen lernen und dadurch Selbstvertrauen, Konzentration und Selbstwirksamkeit aufbauen.
Projektarbeit
Die Projektarbeit ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Sie orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und bietet Kindern die Möglichkeit, Themen vertieft zu erforschen, die sie interessieren oder aktuell beschäftigen.
Wie Projekte entstehen:
Projekte entwickeln wir gemeinsam mit den Kindern. Kinderkonferenzen, Ideensammlungen, sogenannte Sprechstunden und gemeinsame Abstimmungen unterstützen uns hierbei. Ideen für ein Projektthema entstehen aus ihren Fragen, aus Beobachtungen im Alltag oder durch Impulse aus der Gruppe.
Manche Themen bringen auch wir Pädagogen ein – zum Beispiel Brandschutz, erste Hilfe, gesunde Ernährung oder jahreszeitliche Feste. Entscheidend ist, dass die Kinder aktiv beteiligt sind und das Projekt mitgestalten und selbstbestimmt -mit all ihren Sinnen- begreifen und verinnerlichen.
Wie wir arbeiten:
Die Projekte finden in der gesamten Gruppe, in Kleingruppen oder mit einzelnen Kindern statt – abhängig vom Thema, Interesse und dem Entwicklungsstand der Kinder. Durch die Projektarbeit kommen sie mit vielfältigen Materialien, Lernräumen und Experten in Kontakt und erweitern ihren Blick auf ihre natürliche, soziale und kulturelle Umwelt.
Was die lernen die Kinder dadurch?
- eigene Interessen verfolgen und vertiefen
- voneinander und miteinander lernen
- Fragen stellen und Antworten suchen
- Zusammenhänge erkennen
- Verantwortung übernehmen
- bereits erworbenes Wissen weitergeben
- Gruppenvernetzung, Teamarbeit und gleichzeitig eigenständiges arbeiten
- Hypothesen aufstellen
- lösungsorientiertes Denken
- ich werde gehört und gesehen
- Ergebnisse festhalten und präsentieren
Projekte enden, wenn die Kinder gemeinsam spüren, dass das Thema für sie gesättigt ist. So bleibt die Projektarbeit lebendig, flexibel und am tatsächlichen Interesse der Kinder orientiert.
